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Neue Heizung für das Schloss Erste Ergebnisse zum Klimaschutzkonzept des Landkreises Havelland / Großes Einsparpotenzial bis zum Jahr 2030

HAVELLAND Was hat der Ribbecker Landwirt Peter Kaim mit dem Klimaschutzkonzept des Landkreises Havelland zu tun? Einiges, wie die etwa 100 Gäste der Kreisveranstaltung am Donnerstagabend auf dem Landgut A. Borsig in Groß Behnitz erfuhren. In etwa 14 Tagen geht in Ribbeck ein Fernwärmenetz in Betrieb. 17 Abnehmer im Dorf erhalten dann Wärme, die in der benachbarten Biogasanlage auf dem Hof von Peter Kaim entsteht.

 

„Ich freue mich, dass es nach langer Vorbereitung und einigen Schwierigkeiten jetzt losgehen kann“, sagte Kaim. Die Gesamtinvestitionskosten für das Wärmenetz bezifferte er auf 340 000 Euro. Zu seinen Kunden zählen ab Ende November auch die Brennerei, die Alte Schule, die Kirche und das Schloss Ribbeck, das dem Landkreis gehört. „Mit diesem Wärmenetz kann ich den Wirkungsgrad meiner Biogasanlage erhöhen und die Kunden können günstig heizen“, so Kaim. Um wie viel genau die Heizkosten für das Schloss Ribbeck sinken, wird im Frühjahr 2014 feststehen.

Auf jeden Fall ist das ein Baustein im Klimaschutzkonzept des Landkreises Havelland, das derzeit erarbeitet wird. Erste Ergebnisse, genauer gesagt eine Ist-Standanalyse und Prognosen bis 2030 stellte die Berliner Beratungs- und Service-Gesellschaft Umwelt GmbH (B. & S.U.) jetzt vor. „Grundsätzlich haben wir schon vieles getan im Bereich der erneuerbaren Energien und der Energieeinsparungen“, erklärte Landrat Burkhard Schröder. So steht der Landkreis Havelland im Vergleich mit den Nachbarn bei der Stromerzeugung aus erneuerbarer Energien mit knapp 600 Giga-Watt-Stunden (GWh) im Jahr 2010 ganz gut da. „Wobei die 2012 ans Netz gegangene Fotovoltaikanlage in Dallgow-Döberitz noch nicht berücksichtigt ist“, sagte Katja Dinges von B. & S. U. Die 177 Windkraftanlagen im Landkreis (davon 160 auf der Nauener Platte) erzeugten im vergangenen Jahr 505 GWh Strom.

Mit Blick auf 2030 sieht das Berliner Ingenieurbüro dennoch ein hohes Ausbaupotenzial bei erneuerbaren Energien im Kreis. Die aus Wind, Sonne, Biogas, Klärgas, Biomasse und Geothermie erzeugte Gesamtleistung von 720 GWh im Jahr 2011 lasse sich auf 1200 GWh erhöhen, so Dinges. Die entsprechenden Maßnahmen, um das zu erreichen, werden in der zweiten Stufe des Energiekonzeptes etwa im Frühjahr 2013 präsentiert. Schon jetzt ist sicher, dass es bei den kreiseigenen Gebäuden und beim dem aus 64 Fahrzeugen bestehenden Fuhrpark der Kreisverwaltung energetische Veränderungen geben wird. Sowohl beim Strom- als auch beim Wärmeverbrauch liegt das 2010 sanierte Kreishaus in der Goethestraße in Nauen immer noch mit Abstand der Spitze. Hingehen schlägt die Sanierung der Oberstufenzentren in Rathenow und Nauen beim Wärmeverbrauch jetzt voll zu Buche. „Bei einer jährlichen Preissteigerung von zwei Prozent ist mit einem Anstieg der Energiekosten von rund 133 000 Euro für die kreiseigenen Gebäude zu rechnen“, so Dinges. „Ohne energetische Maßnahmen sind es etwa 270 000 Euro.“

Von Jens Wegener
MAZ vom 10.11.2012

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